»Hi ya, Baby!«

»Ich werd sie anquatschen«, sagte Baldy.
Er steckte sich eine Zigarette zwischen die Lippen, zündete sie an und ging zu ihr hin.
»Hi ya, Baby!« sagte er und grinste sie an.
Das Tigerweib gab keine Antwort. Sie sah einfach stur geradeaus und wartete auf die Straßenbahn.
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Liao Yiwu „Fräulein Hallo und der Bauernkaiser“

In China ist jeder psychisch krank, behauptet Liao Yiwu. Dabei hat das kommunistische Land doch nur das Wohl der Menschen im Sinn, behauptet die Staatsmacht – und erklärt den chinesischen Autor zum Feind. Liao Yiwu selbst weiß, was es heißt, geknechtet und gefoltert zu werden. Er weiß, wie es ist, zu den Ausgestoßenen zu gehören – ihnen hat er ein ganzes Buch gewidmet. In „Fräulein Hallo und der Bauernkaiser“ lässt er sie alle zu Wort kommen.→ weiterlesen

Tino Hanekamp „So was von da“

Ein Clubbesitzer, Silvesterabend, Geldeintreiber, Abrissparty, alte Jugendliebe – Tino Hanekamp legt mit seinem Erstlingswerk ein rasantes Tempo vor und kippt uns eine Ladung an Extremsituationen vor die Füße. „So was von da“: der Autor weiß wovon er spricht. Als Musikjournalist und Besitzer des Hamburger übel & gefährlich braucht er nichts zu erfinden. Er musste sogar stark untertreiben, damit seine Erzählungen annähernd glaubhaft klingen. Die Realität sei noch weitaus wahnsinniger.→ weiterlesen

Walter Kohl „Leben oder gelebt werden“

Raus aus dem Opferland, dachte sich Walter Kohl, als er dieses Buch schrieb. Raus aus dem Schatten seines Vaters, aus den Fängen der Kohlianer, aus dem Muff der verlogenen Idylle. Der „Sohn vom Kohl“ hieß er immer; eine eigene Identität, eigene Bedürfnisse, eigene Ansprüche waren nicht erwünscht. Die Politik und die Partei standen stets an erster Stelle – die Familie hatte stets das Nachsehen, musste sich unterordnen unter den Kontroll-Freak Helmut.→ weiterlesen