Tino Hanekamp „So was von da“

Ein Clubbesitzer, Silvesterabend, Geldeintreiber, Abrissparty, alte Jugendliebe – Tino Hanekamp legt mit seinem Erstlingswerk ein rasantes Tempo vor und kippt uns eine Ladung an Extremsituationen vor die Füße. „So was von da“: der Autor weiß wovon er spricht. Als Musikjournalist und Besitzer des Hamburger übel & gefährlich braucht er nichts zu erfinden. Er musste sogar stark untertreiben, damit seine Erzählungen annähernd glaubhaft klingen. Die Realität sei noch weitaus wahnsinniger.→ weiterlesen

Liao Yiwu „Fräulein Hallo und der Bauernkaiser“

In China ist jeder psychisch krank, behauptet Liao Yiwu. Dabei hat das kommunistische Land doch nur das Wohl der Menschen im Sinn, behauptet die Staatsmacht – und erklärt den chinesischen Autor zum Feind. Liao Yiwu selbst weiß, was es heißt, geknechtet und gefoltert zu werden. Er weiß, wie es ist, zu den Ausgestoßenen zu gehören – ihnen hat er ein ganzes Buch gewidmet. In „Fräulein Hallo und der Bauernkaiser“ lässt er sie alle zu Wort kommen.→ weiterlesen

Seit einer Woche kannte ich Betty

„Für den frühen Abend waren Gewitter angesagt, aber der Himmel blieb blau und der Wind hatte nachgelassen.
Ich ging kurz in die Küche, um nachzugucken, ob im Topf auch nichts anpappte.
Alles bestens.

Ich ging raus auf die Terrasse, ein kühles Bier in der Hand, und hielt meinen Kopf eine Zeitlang in die pralle Sonne.
Das tat gut, seit einer Woche knallte ich mich jeden Morgen in die Sonne und kniff fröhlich die Augen zusammen, seit einer Woche kannte ich Betty.“

Philippe Djian,
„Betty Blue“
Diogenes Verlag